Daten und Fakten

Einsätze 2017 2 Brandbekämpfung 1 Hilfeleistung 1 Manschaft 57 Frauen 1 Männer 56 Fahrzeuge 2

Daten und Fakten

Einsätze 2018 3 Brandbekämpfung 1 Hilfeleistung 2 Manschaft 57 Frauen 1 Männer 56 Fahrzeuge 2
Weihnachtsbaumsammlung   06.01.2018   Jahreshauptversammlung     02.02.2018  
         Feuerwehr          Hellwege
 Geschichte
Historie der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege Diese Geschichtsaufarbeitung stammt zu weiten Teilen aus historischen Aufzeichungen in Dienstbüchern. Diese wurden von Erhard Thies  zusammengetragen und teilweise von Marta Robin, Grete Zuch und Heinz Robin aus dem Sütterlin  übersetzt. Eingefügte Fotos stammen teilweise aus  eigenen Beständen. Einige Fotos stammen aus dritter Quelle und  sind dann entsprechend gekennzeichnet. Das Copyright für diese Fotos verbleibt  grundsätzlich bei den Rechteinhabern.    Gründungsjahre und Anfänge 1924 Die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege wurde am Abend des 5. Dezember 1924 ab 20 Uhr mit 37 Kameraden beim Gastwirt  Prüser abgehalten. Die Versammelten gaben sich und ihrer Wehr eine Satzung und wählten sowohl einen Ortsbrandmeister, wie auch einen  stellvertretenden  Ortsbrandmeister. Zum ersten Ortsbrandmeister wurde Joh. Hoops gewählt, sein Stellvertreter wurde Hermann Lohmann aus Hausnummer 9a. Für beide  Kandidaten gab es Gegenkandidaten.    1925 Am Sonntag, dem 21. Februar 1925 trat die Wehr nachmittags um drei Uhr am Spritzenhaus zusammen, um die  vorhandenen Löschgeräte in die Wehr zu  übernehmen. Es standen eine kleine und eine grosse Spritze zur Verfügung. Noch im gleichen Jahr wurde an zwei Eichen neben dem Spritzenhaus eine  Vorrichtung angebracht, die das Trocknen  der Schläuche nach Gebrauch ermöglichte.   1926 Der erste Einsatz der Feuerwehr Hellwege war in Ahausen. Die Nachricht vom Feuer im Nachbardorf erreichte Hellwege erst eine Stunde nach dessen  Ausbruch. Mit Spritze, Schlauchwagen und zwei Wasserwagen, setzte man sich nach Ahausen in Bewegung. Dort brannte ein Wohnhaus bis auf die  Grundmauern nieder.   1927 In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1927 fand die erste Nachtübung der Wehr statt. Wann der Alarm ausgerufen wurde ist nicht bekannt. Aber  nachfolgende Bereitschaftszeiten wurden nach Erschallen des Feuerhorns festgestellt:    • Nach fünf Minuten11 Mann bereit    • Nach zehn Minuten13 Mann bereit    • Nach fünfzehn Minuten17 Mann bereit    • Nach zwanzig Minuten20 Mann bereit    • Nach fünfundzwanzig Minuten27 Mann bereit    • Nach dreissig Minuten28 Mann bereit    Acht Minuten nach der Abfahrt vom Gerätehaus konnte auf der Wümmebrücke Wasser gegeben werden.  Am Nachmittag des 1 Juli wurde die Wehr vom  Breitenfeldermoor aus alarmiert. Der Schweinestall des Hermann Jäger brannte lichterloh. Mithilfe der grossen Spritze konnte das Feuer erfolgreich bekämpft  und gelöscht werden.  Abends um neun Uhr wurde die freiwillige Wehr wiederum alarmiert. Dieses Mal standen des Oberst Patermanns Scheune und  Viehstall in Flammen. Das Löschwasser musste mit dem Wasserwagen von der Wümmebrücke herangeschafft werden. Da das Feuer zu spät entdeckt wurde  konnte der Brand nicht mehr gelöscht werden. Die  Gebäude wurden ein Raub der Flammen.   1929 In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar brannten bei strenger Kälte das Wohlhaus mit Diele und die Stallungen von  Ferdinand Avenriep ab. Da ein Trocknen  der Schläuche wegen des strengen Frosts im Freien nicht möglich war, bekam ein jeder Wehrmann einen Schlauch mit nach Hause in die Wohnung gegeben.    1932 Am ersten Ostertag des Jahres 1932 wurde die Feuerwehr alarmiert, weil in der Nähe des Haberloher Busches ein  Heidebrand entstanden war. Es wird  angenommen, dass Heidebürstenbinder ihn verursachten.   1933 Ein neuer Feueralarm ertönte am Mittag des 20. April. Im Haberloher Busch war wieder ein Feuer ausgebrochen. In dem meterhohen Heidekraut konnte das  Feuer nicht bezwungen werden und so fiel ein grosser Kiefernbestand den Flammen zum Opfer. Am Vormittag des Pfingsttags 1933 stiegen über Ahausen  gewaltige Rauchmassen auf. Radfahrer erkundeten und  stellten fest, dass Ahausen brannte! Unverzüglich rückte unsere Wehr aus und arbeitete bis 10 Uhr  am Abend bei der Brandbekämpfung. Elf Gehöfte wurden beinahe vollständig eingeäschert. Unserer Wehr kam die starke Handdruckspritze mit den mehreren  Hundert Metern Schläuchen darauf sehr zu statten.    Das dritte Reich und die Kriegsjahre  1934  In diesem Jahr fand eine Übung mit der Feuerwehr in Sottrum statt. Beide Wehren wurden um 19:30 Uhr alarmiert. Die  Feuerwehr Hellwege konnte schon  sechs Minuten nach dem Ausrücken vom Spritzenhaus aus beiden Spritzen Wasser  geben. Die Feuerwehr Sottrum traf aber erst eine dreiviertel Stunde  später mit der Motorspritze ein und es konnte auch erst zehn Minuten nach dem Eintreffen Wasser gegeben werden.   1935 Am Sonnabend, dem 3. Januar fand um 20 Uhr im Saal des Gastwirts Prüser ein Appell der Freiwilligen Feuerwehr statt.  Es wurden Anzug und Ausrüstung  der Wehr nachgesehen.    1936 Es wurde festgelegt, dass im Winter auf dem Saal des Gastwirts Prüser der Dienst zur Gerätepflege stattfindet.  Brand durch Blitzeinschlag bei Hoops, heute  Gasthaus Kaiser. Die Feuerwehr ward sofort alarmiert und konnte nach sieben Minuten Wasser geben. Durch das schnelle Eingreifen wurde der Brand  gelöscht und die Gebäude wurden  gerettet. Durch den Funkenflug beim Dreschen mit einem Lanz Bulldog auf dem Breitenfeldermoor geriet das Wohnhaus  bei  Worthmanns in Brand. Die Nebengebäude konnten gerettet werden.    1939 Im Haberloher Busch werden 20 Morgen jüngerer Kiefernbestand ein Opfer der Flammen.    1941 Da viele Kameraden zum Wehrdienst in der Wehrmacht eingezogen wurden, wird eine zehn Mann starke Pflichtfeuerwehr aufgestellt, die die Freiwillige  Feuerwehr unterstützen soll. Am 17. März tritt die Freiwillige Feuerwehr erstmals zusammen mit der Pflichtfeuerwehr auf den Plan. Es wurden  Brandschneisen durch die großen Heideflächen gebrannt, um so ein Übergreifen eines Brandes auf weitere  Heideflächen zu verhindern.  Grossbrand durch  das Entzünden eines Brandzünders auf dem Brunnenkamp.  Beim Lausebusch wurden Brandbomben abgeworfen. Es war ein Brand entstanden, der aber  nicht gelöscht werden  konnte. Es brannten nur kleine Heideflächen ab.    1943 Am letzten Tag des Jahres stürzte ein Bomber an der Scheune bei Küsels an der Bosdorfer Strasse ab. Das gelagerte Getreide fing Feuer. Durch das  schnelle Eingreifen der Wehr konnte das meiste Getreide aus der Scheune gebracht werden.   1944 Am Abend des 17. Januar wurden neun große Sprengbomben auf die Grundstücke Hoops, Heemsoth und Behrens abgeworfen. Der entstandene Brand  konnte aber schnell gelöscht werden.    1945 Das Dienstbuch der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege wurde im Spritzenhaus aufbewahrt. Bei der Einnahme Hellweges durch die Engländer wurde es  vernichtet.    Nach dem Krieg – Phönix aus der Asche    1949 21 Hellweger formieren sich zu einer neuen Freiwilligen Feuerwehr Hellwege nach dem Krieg.   1950 Heinrich Kassau wird Hellweges Ortsbrandmeister und übernimmt dieses Amt 26 lange Jahre, welches von Johann Hoops  ausgeübt wurde. Im gleichen Jahr  ereignet sich ein grosser Moorbrand auf dem Breitenfeldermoor. Hellwege bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus, die Alarmierung erfolgt nicht mehr mit  Feuerhörnern. Ab sofort gibt  es eine Sirene, die alarmiert.   1967 Bei Johann Tewes brennt ein großer Hähnchenmaststall komplett ab. Tausende Hühner werden ein Raub der Flammen,  die Strahlungshitze ist so gross,  dass umliegende Gebäude mit allem, was zur Verfügung steht nass gehalten werden -  auch mit der Milch aus Kannen.    1968 Hellwege bekommt sein erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, einen Opel Blitz. Das LF-8 kann eine Löschgruppe  aufnehmen und hört auf den  Funkrufnamen „Florian Rotenburg 57/23“ .    1973 Die Freiwillige Feuerwehr Hellwege wird zu einer Stützpunktwehr ernannt.   1974 Die Gemeindefeuerwehr Hellwege wird Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum und fungiert fortan als Ortsfeuerwehr.   1975 Im Rahmen der Kreisbereitschaft rücken zahlreiche Wehrmitglieder mit zu den verheerenden Waldbränden in der Lüneburger Heide aus.  Im Nachgang zu  diesen Wald- und Heidebränden beschafft das Land Niedersachsen kleine, wendige Tanklöschfahrzeuge  auf Unimogfahrgestellen. Diese werden zum Teil  aus Beständen des Bundes übernommen. Auch die Ortsfeuerwehr Hellwege erhält einen sogenannten „Niedersachsen-Tanker“. Das Fahrzeug hat einen  Wassertank mit einem Inhalt von 800 Litern und eine Pumpe mit einer Förderleistung von 1.600  Litern/Minute bei 8 bar Förderdruck an Bord, wurde 1965  gebaut, 1966 erstmals zugelassen und ist heute das älteste, noch im Dienst befindliche Fahrzeug der ersten Generation von Luftschutzhilfsdienst- und  Zivilschutzfahrzeugen im  Landkreis Rotenburg. Zunächst hatte das Fahrzeug den Funkrufnamen „Florian Rotenburg 57/12“.   1976 Wiederum als Bestandteil der Kreisbereitschaft Rotenburg, sind auch helweger Feuerwehrleute zur Bekämpfung der Folgen der Hochwasserkatastrophe nach  Drochtersen im Landkreis Stade unterwegs.    1977 In einem Protokollauszug der SGS heisst es über die Ortsfeuerwehr Hellwege, dass diese eine „problemlose Wehr“ sei.   1979 Im Februar kommt es zu einer Schneekatastrophe in weiten teilen Norddeutschlands. Ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr geht im Ort gar nichts  mehr.   1980 Ortsbrandmeister Heinrich Kassau verstirbt nach knap 30-jähriger Führung der Ortsfeuerwehr im Amt. Sein Sohn Peter Kassau wird neuer Ortsbrandmeister  in Hellwege. Im gleichen Jahr stellt die Samtgemeinde den Status der Wehr als Stützpunktwehr in Frage. Nach langer Diskussion bleibt der Status aber  zunächst erhalten.    1982 Die Ortsfeuerwehr bekommt als zusätzliche Immobilie das alte Kalthaus zugesprochen. Die Sanierung und Restaurierung  des Gebäudes erfolgt in  Eigenleistung. Es wird darin ein Aufenthaltsraum mit angegliederter, kleiner Küche eingerichtet.    1987 Die Feuerwehr legt erstmals eine Ölsperre in der Wümme an.   1988 Auf dem Hof von Claus-Friedrich Böhling bricht ein Grossfeuer in Stall und Scheune aus. Durch den massiven  Wassereinsatz und mithilfe der  Nachbarwehren kann das reetgedeckte Hauphaus gehalten werden. Stall und Scheuen aber brennen bis auf die Grundmauern nieder.   1989 Im Zuge einer grossangelegten Übung für die Kreisbereitschaft Rotenburg am NATO-Depot in Hellwege, werden erhebliche Probleme festgestellt, die in den  Folgejahren bearbeitet wurden. Im Sommer sterben beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf dem Weser-Wümme-Flugplatz der Pilot und ein Vater mit seinen  zwei Kindern. Ein trauriger Tag für die gesamte Wehr. Nur wenige Wochen später bricht im Haus des Lehrers Volkert Lange ein Grossfeuer aus. Da die  Familie nicht im Haus ist, kommt es zu keinen Personenschäden. Das Holzhaus brennt nieder, ein Übergreifen des Flammen auf ein benachbartes Haus kann  verhindert werden.    Die Zeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands   1990 1990 ist ein denkwürdiges Jahr für die Feuerwehr Hellwege. Diese wird zu insgesamt 23 Einsätzen gerufen! Der umfangreichste Einsatz war der Brand weiter  Moor- und Heideflächen. Bedingt durch die schwierigen Verhältnisse  werden die gesamten Ortfeuerwehren der Samtgemeinde, sowie die Wehren aus  Wittorf, aus Vahlde, aus Fintel, aus  Hemsbünde, aus Kirchwalsede und aus Posthausen mit eingesetzt. Zur Brandbekämpfung fallen über 2.700  Dienststunden an, allein die Kameraden aus Hellwege leisten binnen vier Tagen, an denen das Feuer sich immer wieder Bahn bricht, über 1.200  Dienststunden.    1991 In diesem Jahr stellt die Ortsfeuerwehr erstmalig einen Weihnachtsbaum in der Ortsmitte auf, der sehr gut bei der  Dorfbevölkerung ankommt. Erstmals dabei  ist auch ein neuer Kamerad: Die Ortswehr erhält als Ersatz für den alten Opel  Blitz ein Leihfahrzeug der Samtgemeinde Sottrum. Es handelt sich um ein LF-   16 mit einer Pumpenleistung von 2.400  Litern Wasser pro Minute bei einem Förderdruck von 8 bar. Das Fahrzeug wurde schon 1963 gebaut. Dieses  Fahrzeug  wird noch bis in das Jahr 2013 hinein Dienst in der Samtgemeinde tun.    1992 Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Ahausen wird eine Jugendfeuerwehrgruppe gegründet.   1993 Nach nunmehr über 25 Dienstjahren hat unser Opel Blitz ausgedient. Die Wehr nimmt ein neues Fahrzeug LF-8 auf Basis  Mercedes-Benz 813 mit  Frontpumpe und Tragkraftspritze in Dienst. Da die Wehr mit dem vorhandenen TLF-8/8 bereits über ein wasserführendes Fahrzeug verfügt, war die  Beschaffung  eines Fahrzeugs ohne eigenen Wasservorrat nach „Technischer Weisung Nr. 14 Niedersachsen“ möglich.   1994 Das Gründungsjahr der eigenen Jugendfeuerwehrgruppe in Hellwege. Unser stellvertretender Ortsbrandmeister Andreas  Storch wird Jugendfeuerwehrwart.  Ihm assistiert Bernd Lohmann.    1996 Die Gemeinde stellt der Ortsfeuerwehr mit dem Übungsgelände am Waldring über 2.500 Quadratmeter Fläche zur  Verfügung. In Eigenarbeit wird ein  Übungsplatz für die Jugendfeuerwehrgruppe angelegt.    1997 Nach über 17 Jahren im Amt übergibt Peter Kassau die Ortfeuerwehr Hellwege in die Hände von Waldemar Wichels als neuem Ortsbrandmeister. Im gleichen  Jahr erreicht die Jugendfeuerwehrgruppe bei den Landeswettbewerben in Hankensbüttel den 28. Platz. An diesem Wettbewerb hatten 1.612  Jugendfeuerwehrgruppen teilgenommen! Schon zuvor wusste unsere Jugendgruppe mit sehr guten Platzierungen bei den Gemeinde- und Kreiswettbewerben  zu überzeugen.    1999 Die Freiwillige Feuerwehr Hellwege feiert ihr 75-jähriges Bestehen im Zuge eines Kreisfeuerwehr-Verbandstags mit  einem Fest und anschließendem großen  Zapfenstreich.  
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Historie der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege Diese Geschichtsaufarbeitung stammt zu weiten Teilen aus historischen  Aufzeichungen in Dienstbüchern. Diese wurden  von Erhard Thies  zusammengetragen und teilweise von Marta Robin, Grete Zuch und Heinz Robin  aus dem Sütterlin  übersetzt. Eingefügte Fotos stammen teilweise aus eigenen  Beständen. Einige Fotos stammen aus dritter Quelle und  sind dann entsprechend gekennzeichnet. Das Copyright für diese Fotos verbleibt grundsätzlich bei den  Rechteinhabern.  Gründungsjahre und Anfänge  1924 Die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege wurde am Abend des 5. Dezember 1924 ab 20 Uhr mit 37 Kameraden beim Gastwirt Prüser  abgehalten. Die Versammelten gaben sich und ihrer Wehr eine Satzung und  wählten sowohl einen Ortsbrandmeister, wie auch einen  stellvertretenden  Ortsbrandmeister. Zum ersten Ortsbrandmeister wurde Joh. Hoops gewählt, sein Stellvertreter wurde Hermann Lohmann aus Hausnummer 9a. Für beide  Kandidaten gab es Gegenkandidaten.  1925 Am Sonntag, dem 21. Februar 1925 trat die Wehr nachmittags um drei Uhr am  Spritzenhaus zusammen, um die  vorhandenen Löschgeräte in die Wehr zu  übernehmen. Es standen eine kleine und eine grosse Spritze zur Verfügung. Noch im gleichen Jahr wurde an zwei Eichen neben dem Spritzenhaus eine Vorrichtung angebracht, die das Trocknen  der Schläuche nach Gebrauch ermöglichte. 1926 Der erste Einsatz der Feuerwehr Hellwege war in Ahausen. Die Nachricht vom  Feuer im Nachbardorf erreichte Hellwege erst eine Stunde nach dessen Ausbruch. Mit Spritze, Schlauchwagen und zwei Wasserwagen, setzte man sich nach  Ahausen in Bewegung. Dort brannte ein Wohnhaus bis auf die Grundmauern  nieder. 1927 In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1927 fand die erste Nachtübung der Wehr  statt. Wann der Alarm ausgerufen wurde ist nicht bekannt. Aber nachfolgende  Bereitschaftszeiten wurden nach Erschallen des Feuerhorns festgestellt:  • Nach fünf Minuten11 Mann bereit  • Nach zehn Minuten13 Mann bereit  • Nach fünfzehn Minuten17 Mann bereit  • Nach zwanzig Minuten20 Mann bereit  • Nach fünfundzwanzig Minuten27 Mann bereit  • Nach dreissig Minuten28 Mann bereit  Acht Minuten nach der Abfahrt vom Gerätehaus konnte auf der Wümmebrücke  Wasser gegeben werden.  Am Nachmittag des 1 Juli wurde die Wehr vom  Breitenfeldermoor aus alarmiert. Der Schweinestall des Hermann Jäger brannte  lichterloh. Mithilfe der grossen Spritze konnte das Feuer erfolgreich bekämpft und  gelöscht werden.  Abends um neun Uhr wurde die freiwillige Wehr wiederum  alarmiert. Dieses Mal standen des Oberst Patermanns Scheune und Viehstall in  Flammen. Das Löschwasser musste mit dem Wasserwagen von der  Wümmebrücke herangeschafft werden. Da das Feuer zu spät entdeckt wurde  konnte der Brand nicht mehr gelöscht werden. Die  Gebäude wurden ein Raub der Flammen. 1929 In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar brannten bei strenger Kälte das Wohlhaus  mit Diele und die Stallungen von  Ferdinand Avenriep ab. Da ein Trocknen der  Schläuche wegen des strengen Frosts im Freien nicht möglich war, bekam ein jeder Wehrmann einen Schlauch mit nach Hause in die Wohnung gegeben.  1932 Am ersten Ostertag des Jahres 1932 wurde die Feuerwehr alarmiert, weil in der  Nähe des Haberloher Busches ein  Heidebrand entstanden war. Es wird  angenommen, dass Heidebürstenbinder ihn verursachten. 1933 Ein neuer Feueralarm ertönte am Mittag des 20. April. Im Haberloher Busch war  wieder ein Feuer ausgebrochen. In dem meterhohen Heidekraut konnte das Feuer nicht bezwungen werden und so fiel ein grosser Kiefernbestand den Flammen zum Opfer. Am Vormittag des Pfingsttags 1933 stiegen über Ahausen gewaltige  Rauchmassen auf. Radfahrer erkundeten und  stellten fest, dass Ahausen brannte! Unverzüglich rückte unsere Wehr aus und arbeitete bis 10 Uhr am Abend bei der  Brandbekämpfung. Elf Gehöfte wurden beinahe vollständig eingeäschert. Unserer Wehr kam die starke Handdruckspritze mit den mehreren Hundert Metern  Schläuchen darauf sehr zu statten.  Das dritte Reich und die Kriegsjahre  1934  In diesem Jahr fand eine Übung mit der Feuerwehr in Sottrum statt. Beide Wehren wurden um 19:30 Uhr alarmiert. Die  Feuerwehr Hellwege konnte schon sechs  Minuten nach dem Ausrücken vom Spritzenhaus aus beiden Spritzen Wasser   geben. Die Feuerwehr Sottrum traf aber erst eine dreiviertel Stunde später mit der  Motorspritze ein und es konnte auch erst zehn Minuten nach dem Eintreffen  Wasser gegeben werden. 1935 Am Sonnabend, dem 3. Januar fand um 20 Uhr im Saal des Gastwirts Prüser ein  Appell der Freiwilligen Feuerwehr statt.  Es wurden Anzug und Ausrüstung der  Wehr nachgesehen.  1936 Es wurde festgelegt, dass im Winter auf dem Saal des Gastwirts Prüser der Dienst zur Gerätepflege stattfindet.  Brand durch Blitzeinschlag bei Hoops, heute  Gasthaus Kaiser. Die Feuerwehr ward sofort alarmiert und konnte nach sieben  Minuten Wasser geben. Durch das schnelle Eingreifen wurde der Brand gelöscht  und die Gebäude wurden  gerettet. Durch den Funkenflug beim Dreschen mit  einem Lanz Bulldog auf dem Breitenfeldermoor geriet das Wohnhaus bei   Worthmanns in Brand. Die Nebengebäude konnten gerettet werden.  1939 Im Haberloher Busch werden 20 Morgen jüngerer Kiefernbestand ein Opfer der  Flammen.  1941 Da viele Kameraden zum Wehrdienst in der Wehrmacht eingezogen wurden, wird  eine zehn Mann starke Pflichtfeuerwehr aufgestellt, die die Freiwillige Feuerwehr  unterstützen soll. Am 17. März tritt die Freiwillige Feuerwehr erstmals zusammen  mit der Pflichtfeuerwehr auf den Plan. Es wurden Brandschneisen durch die großen Heideflächen gebrannt, um so ein Übergreifen eines Brandes auf weitere   Heideflächen zu verhindern.  Grossbrand durch das Entzünden eines  Brandzünders auf dem Brunnenkamp.  Beim Lausebusch wurden Brandbomben  abgeworfen. Es war ein Brand entstanden, der aber nicht gelöscht werden  konnte. Es brannten nur kleine Heideflächen ab.  1943 Am letzten Tag des Jahres stürzte ein Bomber an der Scheune bei Küsels an der  Bosdorfer Strasse ab. Das gelagerte Getreide fing Feuer. Durch das schnelle  Eingreifen der Wehr konnte das meiste Getreide aus der Scheune gebracht  werden. 1944 Am Abend des 17. Januar wurden neun große Sprengbomben auf die Grundstücke Hoops, Heemsoth und Behrens abgeworfen. Der entstandene Brand konnte aber schnell gelöscht werden.   1945 Das Dienstbuch der Freiwilligen Feuerwehr Hellwege wurde im Spritzenhaus  aufbewahrt. Bei der Einnahme Hellweges durch die Engländer wurde es vernichtet.  Nach dem Krieg – Phönix aus der Asche    1949 21 Hellweger formieren sich zu einer neuen Freiwilligen Feuerwehr Hellwege nach dem Krieg. 1950 Heinrich Kassau wird Hellweges Ortsbrandmeister und übernimmt dieses Amt 26 lange Jahre, welches von Johann Hoops  ausgeübt wurde. Im gleichen Jahr  ereignet sich ein grosser Moorbrand auf dem Breitenfeldermoor. Hellwege  bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus, die Alarmierung erfolgt nicht mehr mit Feuerhörnern. Ab sofort gibt  es eine Sirene, die alarmiert. 1967 Bei Johann Tewes brennt ein großer Hähnchenmaststall komplett ab. Tausende  Hühner werden ein Raub der Flammen,  die Strahlungshitze ist so gross, dass  umliegende Gebäude mit allem, was zur Verfügung steht nass gehalten werden -   auch mit der Milch aus Kannen.  1968 Hellwege bekommt sein erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, einen Opel Blitz. Das LF-8 kann eine Löschgruppe  aufnehmen und hört auf den Funkrufnamen  „Florian Rotenburg 57/23“ .   1973 Die Freiwillige Feuerwehr Hellwege wird zu einer Stützpunktwehr ernannt. 1974 Die Gemeindefeuerwehr Hellwege wird Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren  der Samtgemeinde Sottrum und fungiert fortan als Ortsfeuerwehr. 1975 Im Rahmen der Kreisbereitschaft rücken zahlreiche Wehrmitglieder mit zu den  verheerenden Waldbränden in der Lüneburger Heide aus.  Im Nachgang zu diesen Wald- und Heidebränden beschafft das Land Niedersachsen kleine, wendige  Tanklöschfahrzeuge  auf Unimogfahrgestellen. Diese werden zum Teil aus  Beständen des Bundes übernommen. Auch die Ortsfeuerwehr Hellwege erhält  einen sogenannten „Niedersachsen-Tanker“. Das Fahrzeug hat einen Wassertank mit einem Inhalt von 800 Litern und eine Pumpe mit einer Förderleistung von 1.600  Litern/Minute bei 8 bar Förderdruck an Bord, wurde 1965 gebaut, 1966 erstmals  zugelassen und ist heute das älteste, noch im Dienst befindliche Fahrzeug der  ersten Generation von Luftschutzhilfsdienst- und Zivilschutzfahrzeugen im   Landkreis Rotenburg. Zunächst hatte das Fahrzeug den Funkrufnamen „Florian  Rotenburg 57/12“. 1976 Wiederum als Bestandteil der Kreisbereitschaft Rotenburg, sind auch helweger  Feuerwehrleute zur Bekämpfung der Folgen der Hochwasserkatastrophe nach  Drochtersen im Landkreis Stade unterwegs.  1977 In einem Protokollauszug der SGS heisst es über die Ortsfeuerwehr Hellwege,  dass diese eine „problemlose Wehr“ sei. 1979 Im Februar kommt es zu einer Schneekatastrophe in weiten teilen  Norddeutschlands. Ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr geht im Ort gar  nichts mehr. 1980 Ortsbrandmeister Heinrich Kassau verstirbt nach knap 30-jähriger Führung der  Ortsfeuerwehr im Amt. Sein Sohn Peter Kassau wird neuer Ortsbrandmeister in  Hellwege. Im gleichen Jahr stellt die Samtgemeinde den Status der Wehr als  Stützpunktwehr in Frage. Nach langer Diskussion bleibt der Status aber zunächst  erhalten.  1982 Die Ortsfeuerwehr bekommt als zusätzliche Immobilie das alte Kalthaus  zugesprochen. Die Sanierung und Restaurierung  des Gebäudes erfolgt in  Eigenleistung. Es wird darin ein Aufenthaltsraum mit angegliederter, kleiner Küche eingerichtet.  1987 Die Feuerwehr legt erstmals eine Ölsperre in der Wümme an. 1988 Auf dem Hof von Claus-Friedrich Böhling bricht ein Grossfeuer in Stall und  Scheune aus. Durch den massiven  Wassereinsatz und mithilfe der Nachbarwehren kann das reetgedeckte Hauphaus gehalten werden. Stall und Scheuen aber  brennen bis auf die Grundmauern nieder. 1989 Im Zuge einer grossangelegten Übung für die Kreisbereitschaft Rotenburg am  NATO-Depot in Hellwege, werden erhebliche Probleme festgestellt, die in den  Folgejahren bearbeitet wurden. Im Sommer sterben beim Absturz eines  Kleinflugzeugs auf dem Weser-Wümme-Flugplatz der Pilot und ein Vater mit seinen zwei Kindern. Ein trauriger Tag für die gesamte Wehr. Nur wenige Wochen später  bricht im Haus des Lehrers Volkert Lange ein Grossfeuer aus. Da die Familie nicht im Haus ist, kommt es zu keinen Personenschäden. Das Holzhaus brennt nieder, ein Übergreifen des Flammen auf ein benachbartes Haus kann verhindert werden.  Die Zeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands   1990 1990 ist ein denkwürdiges Jahr für die Feuerwehr Hellwege. Diese wird zu  insgesamt 23 Einsätzen gerufen! Der umfangreichste Einsatz war der Brand weiter Moor- und Heideflächen. Bedingt durch die schwierigen Verhältnisse  werden die  gesamten Ortfeuerwehren der Samtgemeinde, sowie die Wehren aus Wittorf, aus Vahlde, aus Fintel, aus  Hemsbünde, aus Kirchwalsede und aus Posthausen mit  eingesetzt. Zur Brandbekämpfung fallen über 2.700 Dienststunden an, allein die  Kameraden aus Hellwege leisten binnen vier Tagen, an denen das Feuer sich  immer wieder Bahn bricht, über 1.200 Dienststunden.  1991 In diesem Jahr stellt die Ortsfeuerwehr erstmalig einen Weihnachtsbaum in der  Ortsmitte auf, der sehr gut bei der  Dorfbevölkerung ankommt. Erstmals dabei ist  auch ein neuer Kamerad: Die Ortswehr erhält als Ersatz für den alten Opel  Blitz ein Leihfahrzeug der Samtgemeinde Sottrum. Es handelt sich um ein LF-16 mit einer  Pumpenleistung von 2.400  Litern Wasser pro Minute bei einem Förderdruck von 8 bar. Das Fahrzeug wurde schon 1963 gebaut. Dieses Fahrzeug  wird noch bis in  das Jahr 2013 hinein Dienst in der Samtgemeinde tun.  1992 Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Ahausen wird eine Jugendfeuerwehrgruppe  gegründet. 1993 Nach nunmehr über 25 Dienstjahren hat unser Opel Blitz ausgedient. Die Wehr  nimmt ein neues Fahrzeug LF-8 auf Basis  Mercedes-Benz 813 mit Frontpumpe  und Tragkraftspritze in Dienst. Da die Wehr mit dem vorhandenen TLF-8/8 bereits  über ein wasserführendes Fahrzeug verfügt, war die Beschaffung  eines Fahrzeugs ohne eigenen Wasservorrat nach „Technischer Weisung Nr. 14 Niedersachsen“  möglich. 1994 Das Gründungsjahr der eigenen Jugendfeuerwehrgruppe in Hellwege. Unser  stellvertretender Ortsbrandmeister Andreas  Storch wird Jugendfeuerwehrwart. Ihm assistiert Bernd Lohmann.  1996 Die Gemeinde stellt der Ortsfeuerwehr mit dem Übungsgelände am Waldring über 2.500 Quadratmeter Fläche zur  Verfügung. In Eigenarbeit wird ein Übungsplatz für die Jugendfeuerwehrgruppe angelegt.  1997 Nach über 17 Jahren im Amt übergibt Peter Kassau die Ortfeuerwehr Hellwege in  die Hände von Waldemar Wichels als neuem Ortsbrandmeister. Im gleichen Jahr erreicht die Jugendfeuerwehrgruppe bei den Landeswettbewerben in  Hankensbüttel den 28. Platz. An diesem Wettbewerb hatten 1.612  Jugendfeuerwehrgruppen teilgenommen! Schon zuvor wusste unsere  Jugendgruppe mit sehr guten Platzierungen bei den Gemeinde- und  Kreiswettbewerben zu überzeugen.  1999 Die Freiwillige Feuerwehr Hellwege feiert ihr 75-jähriges Bestehen im Zuge eines Kreisfeuerwehr-Verbandstags mit  einem Fest und anschließendem großen  Zapfenstreich.